Über unser Verein
Die Vereinsgeschichte
1989 - anlässlich der Feierlichkeiten des 100-jährigen Bestehens der Rhätischen Bahn - wurde von einigen RhB-Mitarbeitern eine Modelleisenbahnanlage in der Nenngrösse H0m auf einem Autoverladewagen aufgebaut.
Durch den Erfolg der Ausstellung angespornt, verspürten ein paar der am Projekt beteiligten Personen den Wunsch, als Modelleisenbahner in Verbindung zu bleiben: Zu diesem Zweck wurde am 16. Februar 1991 in der Beistube eines jetzigen Obmanns der Verein "Modulbaufreunde RhB" ins Leben gerufen.
Von Anfang an war eine Vereinsstruktur mit genauen Statuten und Vorschriften nicht erwünscht. Trotzdem werden die einzelnen Fachbereiche wie Mechanik, Elektrotechnik, Digital und Administration von je einem Obmann geleitet.
Modelleisenbahn auf einem Autoverladewagen der RhB.
Kombination unserer Module mit den
jenigen der Modulbaufreunde Basel.
Nach unserer Vereinsgründung begaben wir uns auf die Suche nach einem unseren Vorstellungen entsprechenden Modulsystem: Die Grundgeometrie bauten wir - entsprechend den gängigen Systemen - auf dem 60°-Raster auf.
Obwohl das sogenannte MAS 60-System in der Schweiz bereits bekannt war, befriedigte uns die Geometrie nicht vollumfanglich, da es nur aus einem Winkelstück mit einem Einheitsradius und einem geraden Element besteht.
Bei den Modulbaufreunden Basel wurden wir schliesslich fündig: Unsere Basler Freunde betreiben mehrere gerade Modullängen, sowie drei verschiedene Kurvenradien in unterschiedlichen Segmentwinkeln. Die Modulbaufreunde Basel betrachten wir als unsere Vorreiter in Sachen Modulbau. Für die erhaltene Unterstützung bedanken wir uns an dieser Stelle ganz herzlich. Der erste gemeinsame Auftritt unserer beiden Vereine an der Mobautech '92 in St. Gallen - wo wir die Gelegenheit hatten, beide Modulsysteme zu kombinieren - bleibt für uns ein unvergessliches Erlebnis.
1994 - wieder an der Mobautech in St. Gallen - konnten wir bereits 30 Module einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.
Das 150-zigste Wiegenfest der Schweizerischen Bundesbahn feierten wir im Juni 1997 mit einer Ausstellung in der Hauptwerkstätte der RhB in Landquart.
An der Churer Gewerbeausstellung '97 genossen wir das Gastrecht beim Radio-Grischa-Team, wo unter anderem das neue Modell der Ge 4/4 III mit dem Radio-Grischa-Logo die ersten Fahrversuche auf unserer Anlage unternahm.
Die Präsenz an der Gewerbeausstellung bewegte uns zum Festlegen neuer Vereinsziele: Unter anderem beschlossen wir den Bau einer Vorführanlage, welche speziell für Präsentationszwecke jeweils innert kürzester Zeit betriebsbereit sein sollte. Anlässlich der Ausstellung im Kulturzentrum Rosengarten in Grüsch - im Mai 1998 - waren verschiedene Teile dieser neuen Vorführanlage bereits zum ersten mal im Einsatz.
Im Kulturzentrum Rosengarten in Grüsch.
Der Bahnhof der Ausstellungsanlage.
Die provisorische Inbetriebnahme unseres ersten Bahnhofes machten den Vereinsapéro im November 1998 für uns zum besonderen Ereignis.
Weitere Ausstellungen mit dem neuen Ausstellingskonzept fanden im September und Oktober 1999 in Malans und Valens statt. Ferner konnten einige unserer Module vom 22. März bis 06. Mai 2000 in der RhB-Kantine in Landquart und - anlässlich der Überführung des Bernina-Krokodils Ge 4/4 182 - vom 19. bis 21. Mai 2000 am Bahnhofsfest in Poschiavo ausgestellt werden.
Sektion Davos
Im Jahre 1998 wurde der Davoser Armin Kauflin neues Vereinsmitglied. Nach vielen gemeinsamen Bauabenden in Malans beschlossen Armin Kauflin und Willy Hartmann am 13. September 1999 eine eigenständige "Gruppe Davos" zu gründen.
In Davos werden seither - ebenfalls in Modulbauweise - Streckenabschnitte der "Davoser-Linie" (Davos - Filisur) authentisch nachgebaut. Konkret sind momentan Module mit Streckenfragmenten vom Wiesner-Viadukt bis Bärentritt in Arbeit. Da diese Linienführung eine Neigung beschreibt, ist auch der Bau von entsprechenden Übergangselementen zum "Normalniveau" der übrigen Module unvermeidlich.
Das Viadukt bei Wiesen befindet sich momentan im Bau.
Jugendgruppe (Malans)
Mit Rücksicht auf die Erwerbstätigen findet das allgemeine Vereinsleben meistens am Abend statt. Eine aktive Mitgliedschaft für Jugendliche im schulpflichtigen Alter wäre deshalb oft nicht möglich. Mit der Gründung einer Jugendgruppe im Juni 2000 verschaffte unser Verein auch dem Nachwuchs die Möglichkeit, an schulfreien Nachmittagen das Hobby "Modelleisenbahn" zu pflegen.
Mitglieder der Jugendgruppe beim Bau eines neuen Bahnhofes.